2019 hatten wir bemerkt dass sich aussen im EG hinter der Bretterverschalung der Hauswand gelegentlich etwas krabbelt. Am Abend krochen dann aus zwei Löcher Fledermäuse und gingen auf die Jagd.

Da wir dann aber ein Gerüst aufstellen liessen und das Dach erneuerten waren sie plötzlich verschwunden.
An der gleichen Hausecke etwas weiter oben hatten wir einen Fledermauskasten aufgehängt, in der Hoffnung ihnen ein weiteres und vielleicht auch besseres Quartier anbieten zu können.

 

2020 waren sie dann plötzlich wieder zurück. Dieses mal aber hinter der Südfassade. Zwei Wochen später waren sie dann im alten Quartier in der Nord-Ost-Hausecke.
Den Fledermauskasten haben sie bisher nicht angerührt.

Ende Juli 2020 kamen an einem Abend die Fledermausbeauftragten des Kt. Graubünden zu besuch für eine Zählung. Resultat : es sei eine Wochenstube (Weibchen mit Jungen) mit 50 Tieren.
Ob es sich um Braune Langohren oder Alpen Langohren handelt, durch die genetische Analyse der Kotproben ausfindig gemacht, weil die beiden sonst kaum zu unterscheiden sind.

Die Fledermausbeauftragten wären froh um mehr Meldungen von Maiensässen, denn von denen wissen sie praktisch nichts, ob sich da auch Kolonien tummeln oder ob die dann eher in den Bäumen leben.

 

Mücken und Falter stehen auf dem Speiseplan - das kann uns ja nur recht sein! :-)

Fühlen sie sich gestört verschwinden sie und suchen sich ein anderes Plätzchen. Man darf sich also schon geehrt fühlen, wenn sich die Fledermäuse bei einem einquartieren!

 

Was das für Bauarbeiten bedeuten würde (Fassadenerneuerung...) muss ich noch abklären.
Ich würde aber mal davon ausgehen, dass man vor allem einen Zeitpunkt / Jahreszeit wählen sollte, bei dem die Tiere anderswo sind.
Auch bin ich mir sicher, dass die Flederschutzbeauftragten Unterstützung bieten würden bei einer Umsiedlung vor Baumassnahmen - das nütz ja allen!

 

Die Kotstücke sind so klein dass sie gleich eintrocknen - also kein stinkender Haufen sich auftürmt.

Tipp aus einem Faltblatt des Fledermausschutzes :

• Fällt Kot auf Balkon oder Terrasse, montiert man unter dem Ausflugloch (mindestens 50 cm unterhalb) ein belie- big langes, aber maximal 30 cm breites Brett – so bleiben Tisch und Stühle darunter sauber. Kot-Chegeli vom Brett wischen und als Biodünger im Garten verwenden!

• Irrflieger im Zimmer hält man sich mit einem in den Fensterrahmen montier- ten Mückengitter fern.

• Fledermäuse haben keine Nage- zähne und graben keine Löcher. Sie zwängen sich in bestehende Ritzen.
• Sie bauen keine Nester und tragen kein Material ein. Das Versteck muss nicht gereinigt werden.
• Sie verbringen viel Zeit mit Körper- pflege. Kot und Urin geben sie meist draussen ab. Herunter gefallene Kot-Chegeli trocknen schnell.
• Sie machen keinen Lärm. Manchmal «sprechen» sie vor dem Ausflug und nach der Rückkehr mit leisen Zirp- tönen oder kurzem Zetern.
• Fällt Kot auf ein Fenstersims, stellt man eine Blumenkiste hin – das sieht gut aus und die Biodüngung ist gratis.

 

 

https://fledermausschutz.ch

https://fledermausschutz.ch/kantone

 

Fledermauskästen:

https://www.schwegler-natur.de

https://www.schweglershop.de