Es gibt eine ganze Reihe verschiedner Batteriespeicher welche auch unterschiedliche Anforderungen abdecken.

- Hohe Ströme (kurzzeitig viel Energie)
- unterschiedliche Speichergrössen
- Unterschiedliche (Chemie-) Typen
- Temperaturverträglichkeit / Empfindlichkeit
- Verhalten im Störungsfall / Brandverhalten
- Eigenverbrauch / Selbstentladung

 

Eine Auflistung der Batteriespeicher (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) :

Lithium-Batterien

Können kurzzeitig viel Strom (Ampere) kurzzeitig liefern.
Es gibt sie auch in verschiedenen Speichergrössen, aber sie haben nicht gerne kalt aber auch nicht zu heiss.
Kalt ist ihre Leistung eingeschränkt und gerade Fahrzeug-/Traktionsbatterien besitzen deshalb auch eine Heizung/Kühlung.
Der Mehrverbrauch ist ähnlich gross wie bei einer Hochtemperatur Salz-Batterie.
Sehr hohe Energiedichte - wenig Platz und Gewicht.

 

Bleibatterien

Können kurzzeitig sehr hohe Ströme (Ampere) liefern.
Je tiefer sie pro Zyklus entladen werden, desto schneller altern sie.
Kalte Temperaturen haben sie auch nicht gerne.
Sie haben eine gewisse Selbstentladung und müssen von Zeit zu Zeit wieder aufgeladen werden.
Wurden sie sehr tief entladen und werden nicht in nützlicher Zeit wieder aufgeladen, gehen sie durch die Selbstentladung kaputt.
Ca vier mal mehr Gewicht und Platz pro Energiemenge im Vergleich zu Lithium-Batterien.

 

Salzwasserbatterien

Als Elektrolyt dient Salzwasser.
Wo Platz und Gewicht keine Rolle spielt und die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt fallen (z.B. Keller), ist es eine Umweltfreundliche Lösung.

 

ZEBRA- / Hochtemperatur Salz-Batterien

Je nach Ausführung können damit normale Bleibatterien ersetzt werden (48V Systemspannung).
Strom (Ampere) Entnahme beschränkt (bei 48V ca. 150A / 9kW/h).
Ca. doppeltes Volumen und doppeltes Gewicht gegenüber Lithium-Batterien.
Der Zellenschluss einer kaputten Zelle spielt keine Rolle (Kurzschluss) ; das Batterie Management gleicht das aus.
Keine Kettenreaktion wie bei Lithium-Batterien.

 

Dank dem Austausch in der Genossenschaft hatte ich aber auch schon von Salz- oder ZEBRA-Batterien gehört.
Diese Hochtemperatur-(Salz)-Batterien brauchen zwar etwas Strom (1200-2400W/Tag) um die interne Betriebstemperatur von 260 - 360°C zu halten, sind aussen aber nur Handwarm. Fällt die Erhaltungsladung aus (und ist die gespeicherte Energie aufgebraucht wenn man das so eingestellt hat), kühlt die Batterie aus. Sobald wieder Strom verfügbar ist, heizt sie sich wieder auf und ist ohne Schaden betriebsbereit. Dieser Batterietyp ist - soweit ich es herausgefunden habe - der einzige, welcher unempfindlich ist gegenüber Umgebungstemperaturen. Und wirklich Recylingfähig ist er auch noch (Salz, Nickel, Eisen).

 

 

Ich habe eine Salzbatterie mit 200Ah bei 48V à 104kg => 9,3 kWh.
Die Bleibatterien wären 4x 65kg gewesen und ich hätte statt der gespeicherten 9kWh nur maximal die Hälfte verwenden dürfen um die Alterung nicht nachmehr zu beschleunigen.

48V-DC Batteriespannung reduziert die nötige Kabeldicke massiv, wenn man später noch einen Wechselrichter (z.B. 5kW) einbauen möchte.